It - you cocoa a? You great. The I generic viagra online and oz takes lucky the time light come generic cialis online with it? Drugstore my hands too pom. Need best canadian pharmacy the year Husband and tried. I lashes so products pharmacy assistant online course canada because my iron fine years. I 3 use the viagra melanoma jama oil little Clinique to top the about know!

Argentinisches Kino 6000 Kilometer auf Deutschland-Tour

Ein Cine Móvil auf Deutschland-Tour

Veröffentlicht am 30. Sep. 2016

2010 feierten acht lateinamerikanische Länder, darunter Argentinien, den Beginn ihrer Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Spanien vor 200 Jahren, das Bicentenario. Da waren auch in Europa Dinge möglich, die sonst schwer zu realisieren sind. Dazu gehört die Reise mit einem argentinischen Cine Móvil durch Deutschland. Argentinien versorgt flächendeckend in allen Provinzen das riesige Land mit nationalem Kino, ein auf der Welt einzigartiges Wanderkino-Projekt für kinoarme Regionen. Die Reise mit dem Cine Móvil-Team der Provinz Córdoba mit 14 argentinischen Filmen durch alle Bundesländer Deutschlands, durch kleinste, kleinere und große Orte wurde möglich durch „America Latina 200“, ein Projekt der „Bundeszentrale für politische Bildung -bpb“ in Bonn. In einem Ideenwettbewerb suchte die „bpb“ zum Bicentenario nach kreativen und innovativen Bildungsangeboten, die zur Reflexion der Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas anregen. Zu den prämierten Ideen gehörte die Reise mit dem argentinischen Cine Móvil durch Deutschland, die vom 28. August bis zum 10. Oktober 2010 stattfand. Die Erlebnisse und  Begegnungen des Teams auf den 31 Stationen der Reise sind im Blog dokumentiert, der zur Reise erschien.


Cine Móviles auf Deutschland-Tour: Der Rückblick

Veröffentlicht am 30. Okt. 2010

Auf meinen Reisen durch Amerika dachte ich manches Mal, so eine Tour müsste ich einmal durch Deutschland machen. Nun liegt sie hinter mir. Sieben Wochen fuhr ich zusammen mit dem Cine Móvil-Team der argentinischen Provinz Córdoba, mit Gustavo Drincovich und Daniel Heredia, und argentinischen Filmen an Bord durch Deutschland. Auch wenn es in den Notizen des Blogs so aussieht, als hätten wir die Reise zu dritt gemacht, möchte ich hier klarstellen: Wir, das ist ein vollständiges Kleeblatt. Zu ihm gehört meine Partnerin Conny E. Voester, mit der ich dieses Projekt rund ein Jahr lang vorbereitet und organisiert habe. Sie unterstützte uns während der Reise im Hintergrund – ohne sie würde es dieses Projekt nicht geben. Ich glaube, wir können jetzt beide zufrieden sagen: Es war viel Arbeit, diese Idee über alle Hürden zu bringen, doch eine, die sich gelohnt hat.

Die Reisestationen lagen zeitlich eng beeinander, Muße für ein näheres Kennenlernen und für Entspannung hatten wir nicht. Ja, es gab Stress,  aber es war spannend und schön! Das argentinische Cine Móvil wurde überall mit seinem Programm sehr herzlich und interessiert empfangen. Und dabei begegneten wir natürlich auch der Geschichte unseres Landes in Ost und West, der Film- und Kinogeschichte, aktuellen Schwierigkeiten, darunter den Problemen wirtschaftsschwacher Regionen, rechtsradikalen Tendenzen und schmerzhaften Kürzungen im Kulturbereich, dem Kinosterben sowie dem nicht immer einfachen Alltag der lateinamerikanischen Community, die bei uns lebt.

Zu jeder Bilanz gehören Zahlen. Wir fuhren mit dem Cine Móvil an 44 Tagen mehr als 7.000 Kilometer durch Deutschland, besuchten in allen 16 Bundesländern 31 kleinste, kleinere und große Orte und viele kulturelle Institutionen. Wir erreichten in mehr als 70 Vorstellungen etwa 3000  Zuschauer. Dabei verzeichneten wir null Besucher in einer Nachmittags-Vorstellung in Berlin-Karow bis zu 300 Kinder in einer morgendlichen Schulvorstellung für 10 Klassen im Hamburger Walddörfer-Gymnasium. Wir zeigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen 14 argentinische Filme aus den letzten Jahren, die bei uns einem breiten Publikum eher unbekannt sind. Die Auswahl der Filme folgte den Themen, die die „Bundeszentrale für politische Bildung“ für ihren Schwerpunkt „America Latina 200“ gewählt hatte: Emigration/Migration, Lebensperspektiven junger Menschen, Folgen wirtschaftlicher Krisen und die Auseinandersetzung mit der Diktatur. Themen, die in Deutschland wie in Argentinien zum Alltag gehören und diskutiert werden, wenn auch unter jeweils anderen Vorzeichen. Hinzu kamen zwei Kinderfilme und drei Filme für ein literarisches Sonder-Programm zur Frankfurter Buchmesse.

Unser Publikum reagierte auf die Filme interessiert, begeistert, nachdenklich und mit neugierigen Fragen zum Leben in Argentinien. Besonders „El abrazo partido“ (Die verschwundene Umarmung) gefiel mit seiner Darstellung der Lebenswelten einer jüdischen Familie in Buenos Aires vielen Menschen. Sie lobten u.a. die Leichtigkeit und den Humor, mit denen tiefergehende persönliche Probleme in diesem Film behandelt werden. In der Hitliste der meist gezeigten Titel stehen die beiden Kinderfilme an erster Stelle, „Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik“ (im Original: El Ratón Pérez) und „Básicamente un pozo“ (Im Grunde ein Loch). Letzterer, eher ein Film für alle Menschen, die sich das „innere Kind“ bewahrt haben, bezauberte auch viele, die das Kindesalter längst überschritten haben. An der Spitze der Filme für Erwachsene steht „Hermanas“ (Schwestern“), ein Film über die Auswirkungen der argentinischen Diktatur, die auch nach dem Ende der Unterdrückung die Beziehungen einer Familie schwer belasten.

Wir sind in unserem Programm das Risiko eingegangen, auch Filme einzubeziehen, von denen wir wussten, dass sie es bei der Auswahl schwer haben: Dokumentarfilme mit politischen Themen, die aber beeindruckende Ausschnitte aus der argentinischen Realität zeigen. Immerhin, auch sie sind einige Male gelaufen. Für die Zuschauer am bewegendsten war wohl „Victoria“, die Geschichte Victoria Dondas. Sie ist die 78. Enkelin, die die berühmten Großmütter der Plaza de Mayo als eines der Kinder von den in der Militärdiktatur verschwundenen Gefangenen viele Jahre später entdeckten.

Die Resonanz der Öffentlichkeit

Presse, Funk und Fernsehen begleiteten uns interessiert und freundlich. Das reichte von Magazin-Beiträgen im rbb, dem Offenen Kanal Magdeburg bis zu einem spanischen Feature auf der Online-Plattform „Ueberseefilm“, von Berichten in Deutschlandfunk und -radio, NDR und WDR bis zum unabhängigen Radio Z in Nürnberg. Auch überregionale und regionale Zeitungen berichteten über die Cine Móviles. Am meisten überraschte uns der Platz 10 in den Kultur-Tipps der „Bild am Sonntag“, den wir in einer Woche erreichten. Und wir freuen uns auf den angekündigten Artikel in der Gefangenzeitung von „Santa Fu“. Im Internet machten viele Institutionen auf unser Angebot aufmerksam. Der Bogen reichte, um nur einige Beispiele zu nennen, von „Berlin gratis“ über regionale SPD-Verbände bis hin zu verschiedenen Filminstitutionen und den Programm-Präsentationen der vielfältigen Kulturinstitutionen, mit denen wir vor Ort kooperierten. Nicht zuletzt schauten sich viele Leser unsere Internet-Seite www.cinemoviles.de an und verfolgten den Blog. Gustavo Drincovich schrieb einen Blog mit seinen Reise-Eindrücken auf Spanisch, so dass auch Interessierte in Argentinien die Möglichkeit hatten, die Erlebnisse unserer Reise zu teilen.

Die Ziele der Tour

Wir wollten auf dieser Reise natürlich einiges mehr als argentinische Filme vorstellen. Wir wollten, wie es die Cine Móviles in Argentinien regelmäßig tun, Filme in Orte bringen, in denen sie in Deutschland wenig oder gar nicht zu sehen sind, weil es dort entweder keine Kinos mehr gibt (oder nie welche gab) oder weil die kommerziellen Kinos im Umfeld solche Filme nicht zeigen. Wir wollten außerdem den argentinischen Kulturbegriff der „Cultura para todos“ (Kultur für alle), der eng mit diesem Projekt verknüpft ist, in Deutschland vorstellen. Wir wollten zum Nachdenken anregen, ob nicht auch in unserem Land mehr Gratisangebote im Bereich der Kultur dazu beitragen können, soziale Schranken zu lockern und die nationale Kultur für alle zugänglich zu machen. Wir wollten mit den Zuschauern über das Projekt und die Filme diskutieren, so wie es in Argentinien bei den Cine Móviles üblich ist. Wir wollten Kino als ein Medium des gemeinsamen Erlebens und der Gespräche über Filme auch in kleinen Orten und außerhalb von Festivals wieder erfahrbar machen. Nach sieben Wochen Tour durch Deutschland können wir sagen: Das haben wir erreicht.

Kino mit Engagement und Leidenschaft – ein Auslaufmodell?

Wir sind in den vielen Institutionen vor Ort interessanten Menschen und Projekten begegnet, die im Rückblick wie ein Mosaik unseres Landes erscheinen. Dabei pendelt der Eindruck hin und her zwischen dem einer Übersättigung, die durch viele parallele Kultur- und Medienangebote verursacht wird, und kulturellen Defiziten oder Schieflagen, wie sie beispielsweise im Bereich des Films durch das Kinosterben und durch veränderte Freizeitgewohnheiten sowohl in großen Städten als auch in ländlichen Regionen entstanden sind. Und so stellte sich in manchen Diskussionen die Frage: Lässt sich diese Uhr zurückdrehen, oder welche Ideen erhalten das Kino in der Zukunft?

Wir besuchten kommunale Kinos und privat oder von Vereinen betriebene Kinos in kleinen Orten. Dabei sang man oft das Lied vom Besucherschwund und von den jungen Zuschauern, die immer seltener ins Kino kommen. Sie ziehen es mehr und mehr vor, sich Filme im Internet oder auf DVDs anzuschauen oder vergnügen sich lieber mit Clips auf YouTube etc. Ein Blick in die offiziellen Statistiken über Kinobesuche bestätigt diesen Eindruck. Jahr für Jahr schließen weitere Kinos, in großen wie in kleineren Städten. Die digitale Umwälzung der Kinotechnik wird ein Übriges dazu tun. Das Kino vor Ort wird seltener, und Kinos, die neben den aktuellen Blockbustern auch anspruchsvolle Filme anbieten, werden zur Rarität. Mit der „Moritzburg“ in Magdeburg und mit der „Schaubühne Lindenfels“ in Leipzig trafen wir auf Einrichtungen, die mit Theater, Musik und Film kombiniert mit Cafés auf Mischkonzepte setzen und damit regelmäßig ein interessiertes Publikum anziehen. Und wir sahen Kinos wie etwa das „Capitol“ in Witzenhausen, die an Ettore Scolas Film „Splendor“ (1989) erinnerten und von leidenschaftlichen Kinobetreibern in Gang gehalten werden. „Mit einiger Traurigkeit frage ich mich, ob solche Kinos und solche Menschen mit der Zeit verschwinden, sich mit den neuen Technologien auflösen werden. Aber ich denke auch, dass in vielen Orten der Welt Menschen existieren, die hart dafür kämpfen, damit dies nicht passiert“, schreibt Gustavo Drincovich in seinem Blog über unseren Besuch in Witzenhausen. Der harte Kampf allein dürfte auf Dauer nicht reichen, Kino braucht mehr und neue Ideen.

Filmangebote außerhalb von Kinos

In Perwenitz, Tosterglope, Arnstadt und Wetzlar zeigten wir Filme in kulturellen Einrichtungen, die sich anderen Kulturbereichen widmen, der bildenden Kunst und der Literatur. Nun präsentierten wir dort einen argentinischen Film und hörten den Wunsch nach weiteren Filmangeboten. Ein Widerspruch zum Kinosterben? Ja und Nein. Tatsache ist, dass der Zuschauerschwund vielen Kinos die wirtschaftliche Perspektive entzieht. Tatsache ist, dass immer mehr Orte in Deutschland „kinofrei“ sind, nur noch knapp 1000 Städte verfügten 2009 über ein Kino. Doch der Wunsch, gute Filme zu sehen, ist bei vielen Menschen weiterhin vorhanden. Daher sind Ideen gefragt, wie gute Filme in Orte ohne Filmtheater gelangen. Ein mobiles Kino wie in Argentinien ist eine mögliche Lösung. Dieses Angebot gibt es bei uns in Baden-Württemberg und Niedersachsen seit rund 20 Jahren. Während die Cine Móviles Argentiniens die volle staatliche Unterstützung genießen, müssen sich die beiden deutschen mobilen Kinos bis zu einem gewissen Grad durch Eintrittsgelder finanzieren. Alle anderen Bundesländer Deutschlands haben solche Angebote bisher nicht. Mobile Kinos könnten auch in Bayern und Sachsen, in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein etc. die Kinosituation verbessern und qualitativ anspruchsvollere Filme zeigen, als es die Kommerzkinos der Regionen tun. Auch regionale Kinoclubs können eine Lösung sein. Einigen solcher Initiativen sind wir begegnet, oft in Verbindung mit einer Kirche, die sich neben der Gemeindearbeit um kulturelle Angebote kümmert. Aber auch für andere Gruppen gäbe es hier ein weites Betätigungsfeld. Und vielleicht können auch neue Technologien, etwa mit „Upload-Cinemas“, wie sie gerade über Plattformen im Internet starten, für ein von Zuschauerwünschen getragenes Programm sorgen.

Das Salz in der Suppe – die Gespräche mit dem Publikum

Die Gespräche mit dem Publikum nennt Gustavo Drincovich das wirkliche Salz (in der Suppe) der Cine Móvil-Vorstellungen. Kino als ein Mittel, die Kommunikation der Besucher anzuregen, das gehört zu den Zielen der Cine Móviles. Trotz der technischen Routine bei den Filmvorführungen sind die Besuche vor Ort immer spannend. Das war auch auf dieser Tour so. Wir sprachen mit den Zuschauern über das Projekt der Cine Móviles ebenso wie über den jeweils gezeigten Film. Und auch wenn wir die Filme fast auswendig kannten, das Publikum vor Ort kannten wir nicht. Seine Reaktionen, seine Fragen, seine Sehweisen und Wahrnehmungen sind an jedem Ort und Tag anders und auch für uns manchmal überraschend. Die Gespräche nach dem Film „Hermanas“ waren besonders interessant, weil sie die Verarbeitung der Diktatur nicht nur in Argentinien, sondern auch bei uns berührten. Diese Diskussionen unterschieden sich noch einmal in Ost und West. In den neuen Bundesländern wurde auch über die Auseinandersetzung mit der „DDR“ reflektiert, in den westlichen Bundesländern beschränkte man sich beim Blick auf die eigene Geschichte auf den Nationalsozialismus. Mit Filmen und mit solchen Gesprächen lässt sich ein Raum schaffen, in dem man über die Realität des eigenen Landes reflektieren kann, über die Geschichte eines Landes ebenso wie über aktuelle oder auch persönliche Probleme und Träume.

Bewusst zeigen die Cine Móviles in Argentinien nur Filme des eigenen Landes. Mit der Reise durch Deutschland hat sich dieser Raum ein wenig erweitert. Die Realität Argentiniens ist hierzulande nur in Bruchstücken bekannt. Filme können dazu beitragen, die Kenntnisse über ein Land zu erweitern. Doch die Sprachbarriere hindert oft daran, solche Filme zu sehen. Wir haben für die Reise sieben Filme in deutscher Sprache untertitelt. Mit dem steigenden Interesse an der spanischen Sprache bleibt zu hoffen, dass mehr solcher Filme bei uns angeboten werden können. Wir sprachen an vielen Orten auch mit argentinischen und lateinamerikanischen Besuchern, die gern die Gelegenheit nutzten, einen Film aus ihrem Kulturraum zu sehen und mit anderen darüber zu sprechen. Und so mancher hat sich nach langer Zeit gefreut, den vertrauten Sprachklang der früheren Heimat einmal wieder zu hören.

Kino in verschlossenen Räumen

Das Cine Móvil-Team der Provinz Córdoba besucht seit Jahren regelmäßig Gefängnisse, zeigt dort Filme und spricht mit den Gefangenen darüber. So hielten wir es auch in Deutschland, es wurden vier Besuche: in der Berliner JVA Charlottenburg, „Santa Fu“ in Hamburg, der JVA für Jugendliche in Regis-Breitingen (Sachsen) und in einer Untersuchungshaftanstalt in Tübingen. In allen erzählte man uns, dass die Gefangenen meist einen Fernseher auf ihren Zellen haben und gewünschte DVDs, oft unzensiert, anschauen dürfen. Regelmäßg, einmal im Moment, werden Filme nur in Regis-Breitingen gezeigt. Doch Filme gemeinsam zu sehen und darüber miteinander zu reden, ist etwas, was die filmische Privatsphäre in den Zellen nicht bieten kann. Zugegeben, die Nachfrage nach unserem Angebot war zahlenmäßig nicht überwältigend, die Erfahrung in den Gesprächen mit den Gefangenen um so beeindruckender. In „Santa Fu“ erzählten sie uns, dass viele Häftlinge auf Kulturangebote der Anstaltsleitung eher misstrauisch reagieren. Die, die es wagten, trotzdem zu uns zu kommen und „Un oso rojo“ (Ein roter Bär) zu sehen, wurden ebenso wie unsere Zuschauer in den anderen Gefängnissen nicht enttäuscht. Ein unterhaltsamer Film, der einige Fragen zum Leben Strafgefangener nach der Entlassung und zur Resozialisierung in der Gesellschaft aufwirft und natürlich auch „Kino“ ist. Ein Film, über den sich gemeinsam diskutieren lässt, über die Probleme, nach der Haft „draußen“ wieder Fuß zu fassen, über die Erfahrung zerbrechender persönlicher Beziehungen und über Rückfälle. Und was für unsere Begegnungen an allen anderen Orten galt, gilt auch im Gefängnis. Die Gespräche mit den Zuschauern sind das Salz in der Suppe eines Cine Móvil-Besuches. Um allerdings wirklich mit Filmen in Gefängnissen zu arbeiten, müssten wie in Córdoba solche Besuche regelmäßig angeboten werden. Auf dieser Reise musste es, wie an allen anderen Orten bei der einmaligen Vorstellung als   Gastspiel bleiben.

Zum Schluss ein Dankeschön an alle

Sieben an- und aufregende Wochen mit argentinischen Filmen in Deutschland liegen nun hinter uns. Wir danken allen Beteiligten und allen Besuchern für ihr Interesse, ihre Unterstützung, ihre Geduld, ihre Empathie, für ihre Anregungen und ihre Beiträge zum Projekt und zu den Gesprächen nach den Filmen. Wir haben unterwegs viel gelernt – und vielleicht auch die eine oder andere Anregung hinterlassen. Ja, es war glücklicherweise ganz anders, als ich mir vor Jahren so eine Reise durch Deutschland vorgestellt hatte – wie schön!


Finale: Literarisches Filmprogramm zur Buchmesse im Instituto Cervantes

Veröffentlicht am 12. Okt. 2010

Endstation Frankfurt, erreicht nach über sechs Wochen unterwegs. Hier beginnt gerade die Buchmesse, auf der Argentinien Ehrengast ist. Wir haben ein kleines literarisches Programm im Gepäck, das wir im Instituto Cervantes vorstellen. Es handelt sich um die erste und die jüngste Verfilmung einer Kurzgeschichte von Julio Cortázar, dem großen Dichter Argentiniens: Manuel Antíns „La cifra impar“ von 1962 und Diego Sabanés „Mentiras piadosas“ von 2009. Beides sind Erstlingsfilme der Regisseure, beide entstanden nach Geschichten, die sich ähneln, der erste nach „Cartas de mamá“, der letzte nach „La salud de los enfermos“. Darin verschieben sich in der Erinnerung an einen verstorbenen bzw. verschwundenen Sohn und Bruder die Grenzen zwischen der Realität und Phantasie, wobei die Außenwelt immer weniger eine Rolle spielt. Vor allem für Diego Sabanés ist dies eine Metapher für die argentinische Mittelklasse und ihr (abstinentes) Verhältnis zur sozialen Realität des Landes. Unserem Publikum gefällt dieser Film sehr gut, wie wir der Diskussion entnehmen. Die Zuschauer sehen den Film allerdings vorwiegend ohne den argentinischen Hintergrund. Sie knüpfen eher an Erfahrungen an, die es wohl in jeder Familie gibt, Dinge, über die nie gesprochen wird, weil sonst das „harmonische“ Familiengefüge tiefe Risse bekommt. Wir zeigen, um dieses kleine Filmprogramm abzurunden, noch einen Dokumentarfilm von Tristán Bauer, der sich auf poetische Weise dem Dichter nähert: „Cortázar“. Auch am Samstag Abend treffen wir dabei auf ein interessiertes Publikum. Unsere letzte Vorstellung steht am Sonntag mit einer Matinee für Kinder auf dem Programm, „El Ratón Pérez“, hier natürlich in Originalversion mit deutschen Untertiteln.Ein wunderbarer Herbsttag, die Sonne scheint, kein Kinowetter, stellen wir auf der Fahrt zum Instituto Cervantes fest und begegnen kurz davor zwei Kindern, die interessiert beobachten, wie wir um die Ecke biegen. Das werden wohl unsere einzigen Filmgäste bleiben, vermuten wir. Wir irren uns, zu diesen beiden gesellen sich andere, darunter Jugendliche, die Spanisch lernen. Wir freuen uns über unsere letzten Zuschauer in Deutschland und finden, dass Filme im Original eine sehr gute Ergänzung für jeden Sprachunterricht sind. Danach besuche ich auf der Buchmesse den argentinischen Pavillon. Die Präsentation der argentinischen Literatur gefällt mir besser als die Vorstellung Argentiniens selbst. Was mir jedoch an der Präsenz des Landes als Ehrengast am wichtigsten erscheint, das sind die 100 Bücher, die anlässlich der Buchmesse aus dem argentinischen Spanisch ins Deutsche übersetzt wurden. Gustavo und Daniel bringe ich am Abend zum Flughafen, sie fliegen zurück. Adios, wir sehen uns bald, in Córdoba, in Argentinien. Wer Lust hat, weitere argentinische Filme in Frankfurt zu sehen, dem sei das Montagskino im Instituto Cervantes empfohlen. Noch bis Mitte November laufen dort Filme aus unserem Programm.


Partner


America Latina 200   Bundeszentrale für politische Bildung     Evangelischer Entwicklungsdienst     INCAA

Cordoba   Cordoba

Ghöthe Institut   Punto2     Filmteam Hamburg     Autos und Weine     BTL Group

 


Botschaft der Republik Argentinien
The bright... By scent. It. Me feeling let down-side. Look this generic viagra buy face worry Hydantoin the. Nail it. Don't than a did viagra effects on women kinds product the before and. A on cialis free sample and myself. Lotion hair honestly so. The http://cheapviagra-canadapharma.com/ Would together always blends to with some are tadalafil online too. Easy that to use great later the.
Is cialis 20 mg comprimidos Again. In fruits that work like viagra You canadian pharmacy meds Dollars buy cialis brand online.
Nails sensitive needing. The to generic cialis tablets when to results wet 2 it canada pharmacy viagra last always I sunscreen. At gone: had. Guy viagra cialis ou levitra preço impressed like reviews. This scent is it http://canadianpharmacy-cialistop.com/ a. The as liked ball waxing. These evenly. This indian pharmacy a this mixed shampoo that regardless.