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Argentinisches Kino 6000 Kilometer auf Deutschland-Tour

Veröffentlicht am 19. Jun. 2010

ACHTUNG!!!!! BITTE MAIL BEACHTEN !!!!! -> MfG: Robin

7. September – Burg

Nicht weit entfernt von Magdeburg ist die kleine Stadt Burg, in der es ein filmhistorisch interessantes Kino gibt. 1911 wurde dieser „Kinozweckbau“ in wenigen Wochen errichtet, der das „erste, größtes und modernste Spezial-Lichtspiel-Theater der Prov. Sachsen war.  Dieses Kino hat seither einige Male den Namen, die Ausstattung und die Besitzer gewechselt, wird aber bis heute als Kino betrieben. Zwar wurde es Ende 2009 wegen fehlender Wirtschaftlichkeit geschlossen, doch eine Initiative will das Burg Theater, wie es heute heißt, retten. Nach einer Renovierung eröffnet das Kino in dieser Woche seine erste Saison. Wir sind zu Gast bei der LAG Jugend und Film Sachsen Anhalt e.V. und werden von Peter Hansen, dem Leiter, freundlich empfangen. Im Mehrgenerationenhaus des Soziokulturellen Zentrums Jugendwerk Rolandsmühle finden neben dem Frauen- und Jugendtreff verschiedene Gruppen und hin und wieder Filmvorführungen statt. Heute zeigen wir dort Kindern der vierten Klasse „Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik“. Sie finden den Film sehr schön und erzählen uns, welche Szenen ihnen besonders gefallen haben. Danach läuft für Schüler der zehnten Klasse „Los Paranoicos“, der mit seiner düsteren Stimmung auf die Jugendlichen etwas befremdend wirkt. Sie wissen bisher nicht viel über Argentinien und können sich kaum vorstellen, wie schwer die Lebenssituation für junge Menschen dort sind.

6. September – Moritzburg in Magdeburg

Von Sachsen führt der Weg nach Sachsen-Anhalt und Magdeburg. Wir sind erstaunt, dass hier zwei alternative Kinoangebote direkt nebeneinander existieren. Das Studiokino ist ein Kuriosum der besonderen Art, weil es ganz allein von einem Mann geführt wird. Er gestaltet das Programm, sitzt an der Kasse und macht die Projektion. Wir sind nebenan zu Gast in der Moritzburg, einem von der Stadt geförderten Kulturzentrum mit Café und Kino. Vor der Vorstellung erwarten uns zwei Mitarbeiter vom Offenen Kanal Magdeburg, die einen Beitrag für ihr Jugendmagazin über das Cine Móvil in Deutschland machen. Um acht Uhr steht „Sólo por hoy“ auf dem Kinoprogramm. Vielleicht 20 Zuschauer kommen, sich den Film anzusehen. Das ist eine normale Zahl, es ist Montag, und Kino zieht in den letzten Jahren nicht mehr, erklärt uns der Vorführer. Fernsehen, DVDs und Internet haben die Besucherzahlen für Filme (nicht nur) in Magdeburg stark verringert. Dabei war das einmal eine Region, die sehr viele Kinos hatte, fast alle aber sind längst geschlossen.

5. September  – Jugendgefängnis in Regis-Breitingen

Wir sind zum zweiten Mal zu Gast in einem Gefängnis, diesmal in Regis-Breitingen, der Jugendstrafvollzugsanstalt Sachsens, erst drei Jahre alt und sehr modern eingerichtet. Rund 270 Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind hier im Durchschnitt 14 Monate inhaftiert, die Strafen erfolgen hauptsächlich aufgrund von Raub oder Körperverletzungen. Das Gefängnis hat eine technisch gut ausgestattete Aula für Veranstaltungen, wir brauchen nur unsere DVD einzulegen. Herr Selle, der Leiter der Presseabteilung, zeigt uns die Anlage, den Trakt mit den Werkstätten, in denen die Jugendlichen einen Beruf erlernen können, die Schule, in denen der Haupt- oder Realschulabschluss nachgeholt werden kann und eine Zelle, die zwar klein ist, aber ein eigenes Bad hat und allein bewohnt wird. Anfangs wollen die Häftlinge lieber in Gemeinschaft sein, schon nach ein paar Tagen ziehen sie die eigene Zelle vor. Tagsüber arbeiten oder lernen sie, auf dem Stundenplan steht dazu Sport, eine Freistunde und Gruppenarbeit. Heute am Sonntag gibt es Kino. Keine große Ausnahme wie im Berlin-Charlottenburger Gefängnis, einmal im Monat werden hier Filme gezeigt. Auch hier hat man sich für  „Un oso rojo“ entschieden.Und auch hier kommt der Film bei den Häftlingen ebenso wie bei den Mitarbeitern gut an. Anders aber als im Gefängnis für ältere Männer gibt es Bedenken, dass einige der Jugendlichen die Gewalt im Film nicht differenzieren können oder wollen. Sie ist am Filmende so überzogen, dass eigentlich klar ist, dass solche Szenen in der Realität anders verlaufen. „Oso“, der Bär, würde seine Überfälle wohl entweder nicht überleben oder wieder im Gefängnis landen. Hier spaziert er ungeschoren aus dem Bild in eine ungewisse Zukunft.

4. September  – Filmclub in Großhennersdorf

Heute geht´s ins Dreiländereck, nahe der polnischen und tschechischen Grenze nach Großhennersdorf. Wir sind früh dort, man erwartet uns erst später. So haben wir ein wenig Zeit für einen kleinen Abstecher in die Altstadt von Zittau, eine Stadt mit langer, sehr wechselhafter Geschichte. Dort findet gerade ein Seifenkistenrennen statt. Das letzte habe ich wohl in meiner Kindheit gesehen, seither haben sich die selbst gebastelten Wagen um einiges vergrößert, fahrtüchtiger sind sie nicht, ohne Schieben geht bei vielen Konstruktionen nichts. Zurück im Kino entdecke ich im Vorführraum alte 35 mm-Vorführapparate, Projektoren aus der Zeit des Landfilms, so hießen die Wanderkinos der DDR, wie der Vorführer erklärt. Um 18 Uhr läuft im Kunst-Bauer-Kino, dem Filmclub von Großhennersdorf, der von fünf ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben wird, Básicamente un pozo. Die Veranstalter befürchten, dass das Publikum eher rar sein wird, doch der Raum füllt sich. Bisher haben wir den Film vor Kindern gezeigt, jetzt sind nur Erwachsene im Publikum, ich bin gespannt, wie der Film bei den „Großen“ ankommt. Gut, wie am Lachen zu hören ist. Die vier Filmemacher der „Grupo Humus“ haben einen Humor, der sich u.a. am Stummfilm orientiert. Ich erzähle danach, dass sie ihre Filme strikt unabhängig und im Kollektiv machen und selbst mit ihren Filmen auf Wanderkino-Reisen gehen. Beim nächsten Film, „Los Paranoicos“, ist der Saal komplett gefüllt, doch anders als in Neuensalz springt der Funke nicht recht über. Einige Zuschauer finden ihn eher zäh. So unterschiedlich können Reaktionen auf Filme sein. Im benachbarten Restaurant gibt es anlässlich unseres Besuches heute argentinisches Essen. Empanadas und Locro, einen Eintopf. Gustavo und Daniel finden es merkwürdig, dass beides ohne Fleisch zubereitet wird, dieses Restaurant ist vegetarisch. Aber die Empanadas mit der Gemüsefüllung werden von ihnen abzeptiert: Rico – lecker!

3. September  – Kapelle Neuensalz

Wir verlassen Berlin und fahren nach Sachsen ins Vogtland, in den kleinen Ort Neuensalz, der rund 400 Einwohner und kein Kino hat. Doch in einer alten Kapelle gibt es ein kleines Kulturzentrum, standesamtlich heiraten kann man dort auch. Die Kapelle stammt aus dem 12. Jahrhundert, ist vermutlich vom Deutschen Ritterorden gegründet und steht heute unter Denkmalschutz.

Ich frage nach dem Filmprogramm. Filme haben es schwer in Neuensalz, erzählen mir  die Betreiber. Doch einige interessierte Besucher finden den Weg zu uns. Wir eröffnen die neue Filmsaison mit „Los Paranoicos“. Danach gibt es ein anregendes Gespräch über die Cine Móviles in Argentinien, die Kinosituation hier auf dem Lande, über den Film und die Parallelen in Deutschland zum Thema der Lebensperspektiven junger Menschen. Argentinien hat da sicher mehr Probleme zu bieten. Doch auch hierzulande ist es für junge Menschen schwerer geworden, beruflich Fuß zu fassen, da ist man sich im Publikum einig. Zustimmung von einem Lateinamerika-Reisenden findet außerdem die Beobachtung, dass die Kultur dort für die Menschen eine größere Rolle spielt.

2. September – Doppelte Premiere im Gefängnis

Zurück in Berlin. Zu Gast im Gefängnis Charlottenburg. Von ca. 280 Gefangenen haben sich zehn für den Film eingetragen, rund zwanzig kommen. Wir zeigen „Un oso rojo“, der mit der Entlassung eines Gefangenen aus dem Gefängnis beginnt. Ein Tag, auf den diese Gefangenen noch warten müssen. Das erste Mal wird in der JVA (Justizvollzugsanstalt) Charlottenburg ein Kinofilm gezeigt, und wir sind das erste Mal in einem deutschen Gefängnis zu Gast.

Gustavo Drincovich ist in Córdoba seit Jahren regelmäßig mit dem Wanderkino im Gefängnis. So sind wir auf die Idee gekommen, auch hier solche Filmvorführungen anzubieten. Vier Gefängnisse werden wir in verschiedenen Städten besuchen. Nach dem Film klatschen die Gefangenen. Die Diskussion läuft etwas zögernd an, aber das Eis ist schnell gebrochen. Der Film bietet genügend Anknüpfungspunkte über Erfahrungen hier und in Argentinien zu reden. Zentral sind die Beziehungen zur Familie im Film, die Bewältigung der Trennung von der Ex-Frau und der Versuch, den Kontakt zur Tochter zu knüpfen. Erfahrungen, mit denen sich wohl viele Gefangene auseinandersetzen müssen, deren familiäre Bindungen die Zeit im Gefängnis nicht überstehen oder die zumindest belastet sind. Zentral sind auch die mangelnden Perspektiven für den Ex-Gefangenen, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Der Abschied ist freundschaftlich, und wir wünschen uns, dass wir nicht die einzigen bleiben, die in diesem Gefängnis einen Film zeigen.

1. September – Kirchenlicht in Müncheberg
Um acht Uhr morgens sind wir in der Kirche von Müncheberg, um unsere Technik aufzubauen. Die Kirche aus dem 14. Jahrhundert war im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und wurde erst in den 90er Jahren wieder komplett auf- und umgebaut. Jetzt dient sie nicht nur dem Gottesdienst, sondern auch Veranstaltungen. Es gibt eine große Leinwand, prima, leider auch viel Licht, nicht alle Kirchenfenster können verdunkelt werden. Um diese Morgenzeit für uns ein großes Problem. Also schicken wir ein Gebet zum Himmel, dass die Sonne uns bis zum Mittag verschont. Das klappt beim ersten Film halbwegs. Für die ersten und zweiten Klassen der Schule Müncheberg läuft „Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik“. Mitten drin fragt mich ein Junge, ob der Film gut ausgeht. Ich verspreche ihm: Ja, das tut er. Als das glückliche Ende erreicht ist und die Kinder rausgehen, sagt mir ein Mädchen: Das war sehr, sehr schön und die Kinder rufen: Zugabe, Zugabe. Auch eine Lehrerin versichert: Das ist ein sehr schöner Kinderfilm. Auch für uns ein gutes Ende. Draußen warten die nächsten Schulklassen mit etwas älteren Kindern auf „Básicamente un pozo“. Ich spreche mit den Lehrern über das Einsprechen der Texte, sie stimmen zu. Mittendrin aber kommt ein Mädchen zu mir und sagt, das nervt sie, sie können doch schon lesen. Also spare ich mir das weitere Einsprechen. Bei diesem Film lässt uns das Licht im Stich, das heißt, die Sonne wird stärker, das Bild flauer. Es gibt so einige Szenen, die im Dunkeln spielen, sie sind leider nicht wirklich gut zu sehen. Dieser Film erzählt seine Geschichte in Ruhe, vielleicht zu langsam für an schnelle, wechselreiche Medien gewöhnte Kinder. So steigt der Pegel der Ablenkung, die ein dunkler Raum besser absorbiert. Nicht perfekt sind auch die Untertitel des Films, die wir mit ganz geringen finanziellen und technischen Mitteln in sehr kurzer Zeit hergestellt haben. Es sind ein paar kleine Fehler drin, die Deutschlehrer wohl in roter Farbe anstreichen würden. Gut, wir versprechen, beim nächsten Mal schreiben wir die Wörter richtig.

Abends zeigen wir wieder „Hermanas“. Wie ich von der Organisatorin erfahre, gibt es in der Kirche regelmäßige Filmabende einmal im Monat, bei der immer auch Gespräche über die Filme stattfinden. Die neue Reihe fängt im Oktober an. Für uns hat man eine Ausnahme im September gemacht. Wir wollen endlich einmal länger mit den Zuschauern über den Film reden und haben Zeit dazu. Hermanas gibt genügend Anlass über die Folgen einer Diktatur in Familien nachzudenken, es wird ein anregendes Gespräch über den Umgang mit Zeiten der politischen Repression noch Jahre später. Als wir die Kirche verlassen ist es kurz vor 11 Uhr und wir haben noch Hunger. Wie vermutet findet sich kein offenes Restaurant in der Nähe, also machen wir uns auf den Weg zur Tanke. Dort steht die Tür ausnahmsweise um diese Zeit noch offen und so kommen wir in den Genuss von einer Wurst mit Senf. Die müssen wir allerdings draußen essen, weil die Tankstelle nun die Tür schließt.

31. September –  Karow

Den Berliner Bezirk Karow kenne ich von der Durchfahrt auf dem Weg irgendwo anders hin. Nun sind wir dort zu Gast in der Grundschule. Unsere Plakate sind im Zentrum sichtbar, allerdings zur ersten Vorstellung keine Zuschauer. Gut, warten wir auf den zweiten Filmtermin. Die Steigerung ist beeindruckend, immerhin von niemand auf 4 Personen. Davon gehören drei zum Kulturverein, der dieses Filmangebot organisiert hat. Wir sprechen mit den Organisatoren, die nach Gründen suchen, warum niemand kommt. Die Ferien sind gerade vorbei, die Schulen konnten offenbar noch nicht beworben werden. Und wir erfahren, wie schwierig es ist, in Karow Kulturarbeit zu leisten. Wir zeigen den angesetzten Film „Hermanas“ natürlich auch für vier Zuschauern. Sie sagen uns danach, dass dieser Film sie sehr beeindruckt hat und dass sie es bedauern, dass die Menschen der Umgebung solch gute Angebote nicht wahrnehmen. Nun, wir  nehmen es gelassen, diskutieren über den Film und fahren weiter nach Müncheberg. Auch dieser Weg hat seine Stolpersteine, wir geraten in eine Polizeikontrolle. Der Polizist macht uns darauf aufmerksam, dass unser Fahrzeugschein fehlt, wir haben nur eine Kopie davon. Um weitere Schwierigkeiten zu vermeiden, sollen wir uns das Original vom Mietwagen-Verleiher besorgen. Guter Rat, werden wir übermorgen tun, wenn wir noch einmal in Berlin sind.

30. September –  Kinder und kleine Hindernisse in Perwenitz

Um acht Uhr morgens stehen 70 Kinder aus den ersten Schulklassen von Perwenitz vor der Tür. Gustavo fällt auf, dass sie fast alle blond sind. Sie schauen sich „Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik“, die deutsche Fassung von „El Ratón Pérez“ an. Etwas unpassend dazu liegt am Morgen direkt vor unserer Zimmertür eine tote Maus. Dieser „Herr Pérez“ hat seinen Besuch bei uns leider nicht überlebt. Anders als im Film gab es für ihn keine Rettung, als er zwar nicht bösen Verbrechern, dafür aber einer Katze zum Opfer gefallen ist. Ein wenig besorgt schaue ich auf die Kleidung der Kinder, einige sind nicht allzu warm angezogen. Und es ist immer noch kalt. Aber die Kinder freuen sich und der Film gefällt. Danach gibt es eine zweite Vorstellung für die etwas größeren Kinder mit „Básicamente un pozo“, der deutsche Untertitel hat. Wir zweifeln, dass die alle Kinder einen Film lang lesen können und schließlich sollen sie auch die Bilder sehen. Also spreche ich die deutschen Texte zusätzlich ein. Das geht gut, ich stottere nicht, leider aber die Kopie, sie bleibt stehen, läuft weiter, bleibt stehen, läuft weiter. Keiner weiß warum, was tun? Ein Cine Móvil-Team hat immer mehrere Kopien eines Films dabei, also wechseln wir die Kopie, und zum Glück ist das Problem behoben. Dafür läuft ganz leise, kaum hörbar der Ton des Films von anderer Stelle mit. Ich höre es und frage mich, was ist denn da jetzt wieder los? Erst nach der Vorführung entdecken wir, dass die erste DVD noch leise mitgelaufen ist. Es ist ja immer gut, wenn es eine Erklärung gibt. Wir sind alle etwas nervös und angespannt, ob auf dieser Reise alles klappt. Die beiden vom Cine Móvil-haben Routine, in ihrer Provinz alle Schwierigkeiten des Film-Alltags zu bewältigen. Sie machen ihre Arbeit seit 13 Jahren, dort gibt es nicht viele Dinge, die ihnen noch nicht passiert sind. Hier können sie nun ein paar neue Dinge hinzufügen.

Von Babylon nach Kreuzberg

Abends gibt´s noch eine Vorstellung von „Un oso rojo“ im Kino Babylon, wir sind ein wenig spät dran und haben den Stadtplan von Berlin vergessen. Ich bin zu lange aus Berlin weg, um Daniel ohne Probleme von Schöneberg in Richtung Rosa-Luxemburg-Platz zu lotsen, und ein paar kleine Baustellen versperren uns dazu den Weg. Nette und kenntnisreiche Berliner geben uns glücklicherweise die richtigen Hinweise, also sind wir gerade noch rechtzeitig im Kino, um vorher die DVDs zu prüfen und für die Vorführung optimal einzustellen. Alles klappt bestens. Danach gibt uns der Kassierer im Kino die Anweisung rechts, links, links, rechts, links, geradeaus, links ab in die Oranienstraße. Und so steht dem gemütlichen Abendessen nichts im Wege. Nur Robin, der unsere Webseite gemacht hat, fehlt. Wir warten auf ihn, wundern uns nicht, dass er später kommt, weil er ja noch Schule hatte. Doch er sitzt längst im Restaurant und wundert sich auch, warum wir nicht da sind. Schließlich schaffen wir es aber doch alle gemeinsam an einen Tisch.

29.8.2010 – Kulturmühle in Perwenitz

Es fängt bei der ersten Tour auf das Land ja richtig gut an, wir verfahren uns gleich heftig zu Beginn in Berlin, finden irgendwo und -wann das Nadelöhr zurück in die richtige Richtung und lassen das geplante Mittagessen ausfallen, weil wir lieber rechtzeitig in Perwenitz sein wollen. Das klappt. Perwenitz ist ein kleines Dorf nahe Berlin mit 400 Einwohnern, einer Kirche, einer Grundschule und seit einiger Zeit der Kulturmühle, in der wir zu Gast sind. Ein altes Gebäude, ein Teil als Atelier hergerichtet und dazu ein Raum, in dem man u.a. Filme zeigen kann. Wir sind die Allerersten, die das tun. Auch hier ist es kalt. Davon lassen sich einige Perwenitzer und viele andere Gäste aus der Umgebung nicht abhalten. Der Saal ist voll, und auch hier bleiben nahezu alle trotz der Kälte bis zum Filmschluss dabei. Danach gibt´s Gespräche mit den Zuschauern und Wein. Aber so langsam knurrt der Magen. Wir fragen nach einem Restaurant, in Perwenitz Fehlanzeige. Also auf nach Falkensee, doch es ist schon nach neun, als wir losfahren und Sonntag … wir haben Glück, ein italienisches Restaurant hat noch offen, und natürlich sind wir die einzigen Gäste. Dafür ist die Verständigung einfach, in einer Mischung aus Spanisch und Italienisch und wir erfahren Wissenswertes über Al Capone, der als Boxer auf einem Foto an der Wand hängt.

28.8.2010 – Die Eröffnung

Die Zeit bis zur Eröffnung verfliegt im Fluge. Seit zwei Tagen ist das argentinische Cine Móvil-Team mit Gustavo Drincovich und Daniel Heredia in Berlin. Bisher keine Zeit für Sightseeing, allenfalls im Vorbeifahren auf dem Weg in die argentinische Botschaft, zu einem Radio-Interview oder ins Technik-Kaufhaus. Vorbei am ehemaligen Kino Metropol am Nollendorfplatz, einer der ältesten Kinopaläste Berlins, mit einem Glanz, der längst erloschen ist. Ein Interview bringt uns in die Babelsberger Studios zum „rbb“, und ich erzähle von der großen  filmhistorischen Bedeutung dieses alten Studiogeländes, das den Stumm- und Beginn des Tonfilms schon erlebt, die Zeit der DDR überlebt und den Wandel zu einem neuen Studioleben nach der „Wende“ überstanden hat. Natürlich machen Gustavo und Daniel Fotos, daran werden sie von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes schnell gehindert. Verboten! Sie sollen die Fotos in seinem Beisein sofort löschen. Wir dürfen nicht einmal weiter zum Tonkreuz gehen, einem der ältesten Studios auf dem Gelände. Warum nicht? Keine Ahnung, es ist eben verboten. Eine Einführung in deutsche Verbots(un)kultur. Als er die Fotos sieht, erlaubt er schließlich doch sie zu behalten. Wenigstens das.

Es regnet, es regnet nicht, es regnet, es regnet nicht … Um 22 Uhr soll die Eröffnung unserer Tour mit einer Open Air-Vorstellung im Ibero-Amerikanischen Institut im Rahmen der Langen Nacht der Museen stattfinden, die den Schwerpunkt Lateinamerika hat. Um 18 Uhr wird entschieden, wir wagen es. Es regnet tatsächlich nicht mehr, dafür ist es kalt, saukalt. Trotzdem kommen einige Unentwegte, um sich den Film „El abrazo partido“ anzusehen, trotz des Riesenangebotes an Kultur, das diese Nacht allen Besuchern bietet. Und was mich noch mehr erstaunt, einige bleiben bis zum Ende des Films. Ich gestehe es, ich selbst hätte es bei der Kälte draußen wohl nicht durchgehalten.

Vorwort

Das argentinische und generell das lateinamerikanische Kino haben es schwer an deutschen Kinokassen. Synchronisierungen können sich die wenigsten Produktionen leisten, Untertitel zu lesen ist beim deutschen Publikum eher unbeliebt. Also bleiben die Filme auf wenige Festivals und Kunstkino-Programme beschränkt. Das ist schade, nicht nur für die Filme, auch für das Publikum. Und so freue ich mich auf diese Reise kreuz und quer durch Deutschland mit dem Cine Móvil-Team der Provinz Córdoba mit 14 argentinischen Filmen für große und kleine Zuschauer an Bord. Wir haben einige Filme für die Reise deutsch untertitelt, und das Publikum hat die Wahl. Wir können, z.B. für Kinder die Texte auch „live“ einsprechen.

Ich fahre für mein Leben gern auf den Straßen vieler Länder umher und liebe seit frühester Kindheit das Kino. Es war eine Frage der Zeit, bis mir die argentinischen Cine Móviles begegneten. Um eine Reise mit ihnen zu machen, lernte ich Spanisch. Bei den Touren mit Teams von vier Provinzen fand ich die Kinoerlebnisse meiner Kindheit wieder. Kino wirkt und berührt die Menschen natürlich sehr viel mehr, wenn es noch etwas Besonderes ist. Anders als bei kommerziellen Wanderkinos ist in Argentinien die Auswahl der Filme. Sie wird nicht durch Marktmacht nach Hollywood und in massenträchtige Genres wie Action und Fantasy gelenkt. Die Cine Móviles zeigen in allen Regionen Filme der nationalen Produktion, Geschichten vom eigenen Land, von den Menschen, so verschieden wie Argentinien selbst. Ein Kino dieser Art kreist nicht nur um den Wunsch, für ein bis zwei Stunden pure Zerstreuung zu finden. Es ist ein gemeinschaftliches Erleben, das vom Aufbau der Filmtechnik über das Filmerlebnis bis zum Abbau und oft einem gemeinsamen Essen reicht, bei dem über den Film und seine Themen, dem Blick ins Land, aber auch über andere Dinge des Alltags geredet wird.

Entdeckt habe ich bei den Touren und vielen Gesprächen über die Cine Móviles den argentinischen Begriff „Cultura para todos – Kultur für alle“. Argentinien sieht es als ein Recht aller Bürger, an ihrer nationalen Kultur teilhaben zu können. In den großen Städten wird dies mit kostenlosen Kulturangeboten abgedeckt, viele Veranstaltungen mit Musik, Theater und Kunst sind gratis zu besuchen. Auf dem stärker „kino- und kulturfreien“ Land übernehmen die Cine Móviles die Aufgabe, die nationale (Film-)Kultur zu den Menschen zu bringen. Dabei ist kein Weg zu weit, noch der letzte entlegene Ort wird besucht, wenn er für den Cine Móvil-Bus zugänglich ist. Und natürlich sind alle Vorstellungen für die Besucher gratis. Hat Argentinien nicht eine Fülle anderer Sorgen? Warum leistet sich dieses Land ein von Staat und Provinzen getragenes Programm, das nur kostet und nichts einbringt? Schon diese Frage zeigt, dass man nicht aus Argentinien, sondern eher aus einem Land wie Deutschland stammt, wo Eintrittspreise für eine Kinokarte heute im Durchschnitt bei ca. sieben Euro liegen und Theater und Konzerte noch mehr Geld fordern. Wer das nicht zahlen kann oder will, dem bleibt das Fernsehen, zwar nicht kostenlos, im Vergleich aber günstig. Ein Ersatz für das Kino ist das nicht, wie immer festgestellt wird, wenn die mangelnde Programm-Qualität auch der öffentlich-rechtlichen Sender beklagt wird. Kino kann und will anderes, zum Kino gehört das gemeinsame Erleben, die Faszination der Filmbilder auf der Leinwand, die Diskussion über den Film, sein Thema, seine Inszenierung, die eigene Sicht mit allen persönlichen Bezügen.

In einem Land zu leben, in dem Kultur eine hohe Wertschätzung hat, das müsste ein Traum sein, dachte ich nach meinen ersten Cine Móvil-Reisen, auch wenn für so manch einen in und außerhalb des Landes das Bild Argentiniens eher einem Alptraum gleicht. Rund zwei Jahre lebe ich jetzt in diesem Land und denke noch immer, dass Kultur dort eine weitaus größere Rolle für die Menschen spielt als bei uns. Sie ist ein Lebenselixier, keine Sache, die man sich je nach Gusto zulegt, wenn man Geld und keine anderen Interessen hat. Wir haben es mit unserer Entwicklung geschafft, aus nahezu allen Dingen ein Geschäft zu machen und nichtkommerzielles Denken zu den Utopien und den hoffnungslosen Idealisten abzuschieben. Damit sind wir zwar wirtschaftlich erfolgreich, ob wir wirklich mehr Lebensqualität dafür eingetauscht haben, das bleibt zu fragen.

Die Vorbereitungen für die Tour durch Deutschland haben per Telefon und Mail in viele Landesteile geführt, die auch ich nicht alle kenne. Zu den Erfahrungen im Austausch über mögliche Spielorte für das argentinische Cine Móvil gehört, dass wir an vielen Ecken des Landes mit unserem Gratis-Angebot willkommen waren. Dazu gehört auch, dass nicht alle im Kulturbereich darüber erfreut waren und auf den Eintritts-Obolus nicht verzichten wollten. Immer wieder fielen dann die Worte, dass man sich das kostenlose Angebot nicht leisten könne. In meinem Hinterkopf regte sich der leise Verdacht, dass sich das einige auch nicht leisten wollen, vielleicht nach dem Motto: Wehret den Anfängen. Die Menschen könnten wie in Argentinien auf die Idee kommen, dass Kultur, zumindest teilweise, regelmäßig auch ohne Geld für alle Bürger im Angebot sein müsste, wofür der Staat zu sorgen hätte. Wir aus der so genannten ersten Welt vermitteln ärmeren Ländern das Bild, dass sie von uns lernen sollen. Es wird Zeit für ein Umdenken, wenigstens in manchen Dingen: auch wir können von ärmeren Ländern manches lernen. Dazu gehört hier, dass Staaten kulturpolitische Aufgaben in der Verbreitung von Kunst und Kultur haben, die alle Bürger erreichen sollten, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten, unabhängig von ihrem soziokulturellen Status, unabhängig von ihrem Wohnort, ob in der Großstadt oder auf dem Land.

Wir besuchen ähnlich wie die Cine Móviles Argentiniens auf dieser Reise durch Deutschland rund 30 kleine und große Orte mit kulturellen Institutionen, darunter einige für die spanischsprachige Community, kommunale Kinos, Schulen, ein Krankenhaus und Gefängnisse. Viele Orte gehören zu den „kinofreien“ Regionen unseres Landes, die es mehr und mehr gibt. Wo Kinos vor Ort sind, leben aber auch Menschen, die beispielsweise als Häftlinge keine Gelegenheit haben, diese Angebote zu nutzen. Wir, das Cine Móvil-Team ausCórdoba und ich, freuen uns auf solche und alle anderen Kinostunden. Wir hoffen, dass wir in Deutschland das gleiche Interesse und die gleiche Freude über das Kino erleben, wie wir es aus Argentinien kennen. Am 28. August geht es in Berlin im „Iberoamerikanischen Institut in der langen Nacht der Museen mit einer Open-Air-Veranstaltung und dem Film „El abrazo partido“ los, am 10. Oktober werden wir nach rund 6000 Tour-Kilometern wissen, ob uns dieser Wunsch erfüllt wurde. Gustavo Drincovich vom Cine Móvil in Córdoba, der das erste Mal durch Deutschland reist, und ich werden aus unserer jeweiligen Sicht über die Erlebnisse mit dem Kino sowie Land und Leuten hier im Blog berichten. Wer mit uns reisen möchte, sei herzlich eingeladen, über diese Blogs an unserer Tour teilzunehmen.

Ute T. Schneider

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