Filme
El abrazo partido (Die verschwundene Umarmung)
Ariel weiß nicht, was er mit seinem Leben, das er vor allem im Wäscheladen seiner Mutter in Buenos Aires verbringt, anfangen soll. Er will nach Europa – mit Hilfe des Passes seiner jüdischen Großmutter, die vor dem Holocaust nach Argentinien floh. Nach vielen Jahren kommt sein Vater aus Israel zurück, der die Familie nach seiner Geburt verlassen hat. Ariel wehrt den Kontakt ab. Doch als er die wahren Gründe der Trennung seiner Eltern kennenlernt, nähert er sich langsam dem Vater an.
Regie: Daniel Burman, 2003, 99 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Los paranoicos (Die Paranoiker)
Romantische Komödie im fahlen Licht von Buenos Aires mit Argentiniens beliebtestem jungen Schauspieler Daniel Hendler. Gauna, erfolgloser Drehbuchautor, schlägt sich als Kinderclown durchs Leben. Er erhält Besuch von seinem in Spaniens Fernsehen erfolgreichen Freund. Der hat, ohne Gaunas Wissen, eine TV-Serienfigur aus ihm gemacht, einen Loser. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Duell. Dabei geht es nicht allein um den Verrat der Freundschaft, sondern auch um Manuels Freundin Sofia. Und eines Nachts muss Gauna sich entscheiden.
Regie: Gabriel Medina, 2008, 105 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Un oso rojo (Ein roter Bär)
Rubén, genannt „Oso, der Bär”, wird nach sieben Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Er will den Kontakt zu seiner Tochter wieder herstellen. Seine Frau lebt inzwischen mit einem anderen Mann zusammen, der Familie geht es schlecht. „Osos” Auftauchen bereitet erhebliche Probleme. Doch „Oso” liebt seine Tochter, überwindet die Widerstände und sieht schließlich nur einen Weg, seiner Tochter eine bessere Zukunft zu sichern: ein neuer Überfall.
Regie: Israel Adrián Caetano, 2002, 94 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Sólo por hoy (Nur für heute)
Fünf Tage lang werden junge Argentinier aus Buenos Aires in ihrem Alltag begleitet. Sie haben große Träume, wollen Künstlerin, Schauspieler, Filmemacher oder Chef werden. Doch in der Realität schlagen sie sich als Kurierin, Teppichreiniger oder Koch durchs Leben. „Wir sind, was wir tun” sagt Móron, der versucht, das Schicksal positiv zu wenden. Er dreht seinen ersten Film selbst und versucht, Ailí, die einzige Frau in der Wohngemeinschaft, für sich zu gewinnen.
Regie: Ariel Rotter, 2000, 100 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Hermanas (Schwestern)
Natalia floh in der Zeit der Militärdiktatur Argentiniens ins spanische Exil. Sie sieht ihre Schwester erst acht Jahre danach in den USA wieder, wo Elena mit ihrer Familie lebt. Während Natalia das Verschwinden ihres damals verhafteten Freundes nicht vergessen kann, fügt sich Elena in ihr Leben in den USA fast zwanghaft ein. Sie verweigert die Gedanken an die Vergangenheit. Natalia aber lässt nicht locker. Elena muss sich ihren Fragen und einer für sie und Natalia äußerst schmerzlichen Erinnerung stellen.
Regie: Julia Solomonoff, 2004, 88 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Victoria (Viktoria)
Victoria Donda ist die 78. Enkelin, die die berühmten „Großmütter der Plaza de Mayo” entdeckten. Viele dieser Großmütter suchen seit Jahren die Kinder von ihren in der Zeit der Militärdiktatur verhafteten Kindern, mehr als 100 ihrer Enkel sind seither entdeckt. Victoria nahm man ihrer in der Juntazeit Argentiniens verhafteten Mutter als Baby weg. Sie wuchs in der Familie eines Armee-Angehörigen unter anderem Namen auf. Erst als Erwachsene erfuhr sie, wer ihre wirklichen Eltern sind. Der Dokumentarfilm begleitet Victoria auf der Reise zu ihrer Familiengeschichte, zu Angehörigen und Freunden ihres Vaters und ihrer Mutter auf der Suche nach ihrer Identität.
Regie: Adrián Jaime, Dokumentarfilm, 2008, 85 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Sr. Presidente (Herr Präsident)
Während der Juntazeit schrieben drei Angestellte des Leichenschauhauses vom Gericht der Stadt Córdoba an den Präsidenten Videla und schilderten ihre Arbeitsbedingungen. Die hatten sich seit dem Beginn der Diktatur katastrophal verschlechtert. Jahre später wurden diese Briefe zu einem wichtigen Beweismittel für die zahlreichen Verbrechen der Junta. Sie informierten auch über geheimgehaltene Massengräber auf dem Friedhof San Vicente in Córdoba.
Regie: Liliana Arraya und Eugenia Monti, Dokumentarfilm, 2006, 54 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Pulqui, un instante en la patria de la felicidad
(Pulqui, ein Augenblick im Land des Glücks)
Der Künstler Daniel Santoro plant mit Bühnentechnikern das Flugzeug Pulqui, das der argentinische Präsident Perón in den 50er Jahren als Kampfflugzeug entwickeln ließ, nachzubauen. Als Metapher für eine glückliche Zeit Argentiniens, die mit dem Militärputsch1955 und mit Peróns Sturz endete. Beim Nachbau entwickelt sich ein Diskurs zwischen den Autodidakten im Flugzeugbau über die Arbeit, die Geschichte Argentiniens und den Niedergang des Landes als Wirtschaftsmacht. Dabei geht es auch um den “Dritten Weg”, den Perón versuchte, zwischen Kapitalismus und Kommunismus, zu gehen.
Regie: Alejandro F. Mouján, Dokumentarfilm, 2007. 85 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Corazón de fábrica (Das Herz der Fabrik)
In der großen wirtschaftlichen und politischen Krise Argentiniens 2001/02 entdecken Arbeiter der Fabrik „Zanón” in der Provinz Neuquén/Patagonien, dass die Firma sie betrog, außerdem fehlte es an Sicherheitsmaßnahmen. Gegen die Proteste und Streiks der Belegschaft schließt der Besitzer die Fabrik. Die Arbeiter besetzen daraufhin die Firma. Sie reparieren die maroden Anlagen und beginnen mit der Produktion. Zwei Jahre begleiteten die Dokumentarfilmer Ardito und Molina diesen Prozess und zeigen, wie sich die Belegschaft nach und nach zum Kollektiv entwickelt.
Regie: Virna Molina und Ernesto Ardito, Dokumentarfilm, 2008, 129 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln
Filmprogramm für Kinder
Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik
(deutsche Version, Original: El Ratón Pérez)
Als Lucia einen Milchzahn verliert, soll ihr nachts die Maus Pérez den Milchzahn gegen eine Münze eintauschen. Doch Pérez verliert in Lucias die Münze und wird entführt. Lucia ist sicher, ihm ist etwas Schreckliches passiert. Sie macht sich mit ihrem Cousin Ramiro auf den Weg, die Maus zu suchen. Die hat Hilfe bitter nötig, weil sie und die Perlenfabrik, in der aus den Milchzähnen der Kinder schöne Perlen hergestellt werden, in die Hände geldgieriger Schufte geraten ist. Lucia und Ramiro gelingt es, die Maus zu befreien, doch dann kommt es zum Kampf gegen die Verbrecher.
Regie: Juan Pablo Buscarini, 2006, 88 Minuten, Farbe, Deutsche Version
Básicamente un pozo (Im Grunde ein Loch)
Ein Grundschul-Lehrer auf dem Land hat eine absurde, doch interessante Idee. Er will das Newton´sche Gravitationsgesetz in einem praktischen Experiment beweisen und ein Loch von einem Ende der Erde zum anderen graben. Besessen davon, überzeugt er Lehrer, Eltern und Kinder in seiner Schule mitzumachen. Nur seine Frau ist dagegen, die er über diese Idee so vernachlässigt, dass sie ihn verlässt. Damit ist das Projekt gefährdet, er will nicht mehr weiterleben und im tiefen Loch nahe dem Erdkern begraben werden. Eine Stimme weckt seinen Lebensmut. Und auf der anderen Seite der Erde gräbt ein kleines Mädchen ein Loch …
Regie: Grupo Humus, 2009, 65 Minuten, Farbe, Original mit deutschen Untertiteln










